Opel - Newsletter

Opel Newsletter

Lassen Sie sich mit unserem Newsletter regelmäßig per E-Mail informieren.

Jetzt abonnieren

Bitte nicht stören: Der neue Opel Astra im Elektronik-Labor

28.10.2015

  • Elektromagnetisch geprüft: EMV-Zentrum stellt störungsfreien Betrieb sicher
  • Top vernetzt: Neuer Astra mit Opel OnStar und neuen IntelliLink-Systemen
Opel News - Astra 2015

Rüsselsheim. Der neue Opel Astra im Tonstudio? So scheint es auf den ersten Blick. Die jüngste Kompaktklasse-Generation von Opel steht in einem bläulich beleuchteten Raum, der mit eierkartonähnlichen Elementen an den Wänden gespickt ist. Dazu viele hochtechnologische Geräte, die auf das Auto gerichtet sind. Was zunächst anmutet wie ein überdimensionales Studio zum Einsingen der neuesten Hits, entpuppt sich jedoch als das EMV-Zentrum von Opel in Rüsselsheim. EMV steht dabei für elektromagnetische Verträglichkeit. Auf dem Weg zur Serienreife muss hier jedes Fahrzeug durch, denn in den speziell ausgestatteten Räumen prüfen die Ingenieure um EMV-Leiter Martin Wagner, dass alle elektronischen Systeme von Infotainment über Sicherheit bis Assistenz störungsfrei funktionieren.

 

Und von solchen Systemen hat der neue Astra so einige zu bieten: Beispielsweise das im Segment einzigartige IntelliLux LED®-Matrix-Licht, das außerorts den permanenten Fernlicht-Einsatz erlaubt. Oder den persönlichen Online- und Service-Assistenten Opel OnStar genauso wie die Apple CarPlay- und Android Auto-kompatiblen IntelliLink-Infotainment-Systeme. Im neuen Astra leistet so mehr Elektronik denn je wertvolle Dienste. „Damit die Komponenten ein Autoleben lang störungsfrei funktionieren, hieß es deshalb vor der Serienfreigabe des Astra: Ab zu uns ins EMV-Labor, wo wir sämtliche Funktionen intensiv getestet haben“, sagt Martin Wagner.

 

Das Rüsselsheimer EMV-Zentrum erfüllt gemäß der Deutschen Akkreditierungsstelle nach ISO 17025 die Qualitätsstandards von professionellen Prüflaboren. Die Opel-Experten stellen hier während der gesamten Fahrzeugentwicklung sicher, dass es nicht zur gegenseitigen Beeinflussung verschiedener Elektroniksysteme kommt. Denn um die Störresistenz aller Systeme zu gewährleisten, muss die Elektronik entsprechend entwickelt werden: Ein cleveres Schaltungsdesign und der Einsatz von Schirm- und Filtertechnologien sind dabei elementare Bestandteile. Ob dies letztlich bei der Entwicklung und Fertigung gelungen ist, das kontrollieren die Ingenieure im EMV-Labor. „Das sind angesichts solcher Einrichtungen und Funktionen wie IntelliLux LED®-Matrix-Licht, Spurhalte-Assistent und Opel OnStar bis hin zu IntelliLink ganz andere Dimensionen als noch vor 30 Jahren“, erläutert Wagner die gestiegenen Prüfanforderungen. Während es damals in der Regel genügte, das Radio auf Wechselwirkungen mit dem Generator oder der Zündanlage hin zu überprüfen, ist der Untersuchungsumfang mit der Anzahl neuer Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten exponentiell gewachsen.

Erste Voraussetzung: Das optimal abgeschirmte Prüflabor

Opel News - Astra 2015

Die Grundlage aller Messungen bilden die eierkartonähnlichen Formelemente, mit welchen die Wände ausgekleidet sind. Sie unterbinden Reflexionen von elektromagnetischen Wellen im Raum. „Nur da sie die störende Strahlung absorbieren, können wir reproduzierbare und verlässliche Messergebnisse erzielen“, führt Wagner aus. Dann geht’s zum eigentlichen Elektronik-Test: Bei der Störfestigkeitsprüfung wird der Astra einem energiereichen elektromagnetischen Feld ausgesetzt, während das EMV-Team Opel OnStar und Co. vom Kontrollraum aus intensiv beobachtet. Dabei kommen Kamerasysteme zum Einsatz, die über Lichtwellenleiter Videobilder vom Fahrzeuginneren auf die Bildschirme der Ingenieure senden. „Auf diese Weise können wir erkennen, ob alle Displays und Kontrollinstrumente im Strahlengewitter einwandfrei funktionieren“, erklärt der Chef des EMV-Zentrums.

 

Das ist allerdings nur ein Kriterium der EMV-Prüfung des Fahrzeugs. Zur optischen Kontrolle kommt die Überwachung der Komponenten und Steuergeräte, die über CAN-Bussysteme im Fahrzeug vernetzt sind. „Spezielle Softwarepakete machen die gezielt ausgewählten Bussignale für uns auf dem Monitor sichtbar“, beschreibt Wagner die Umwandlung von Datenströmen in Bilder, Skalen und Tabellen. Die Buskommunikation des Fahrzeugs wird für das Prüfpersonal so transparent. Erst wenn schließlich alle Messdaten die tadellose, störresistente Funktion der Bordelektronik bestätigen, geben die Ingenieure ihr abschließendes OK: „Unser Proband – in diesem Fall also der neue Astra – ist nun EMV- und damit in allen elektronischen Belangen kundentauglich.“